Reise-Berichte


Camping Tiefencastel
Camping Tiefencastel

Schweiz

Eine Radtour zu starten im Winter ist sicher etwas aussergewöhnlich, aber wir wollen die Schweiz fahrend mit dem Velo verlassen, bei wolkigem Kaltem Wetter fahren wir los durchs beschauliche heimelige Emmental/Entlebuch weiter nach Luzern-Zug über den Hirzel an den Zürichsee und weiter bis Chur, die ersten paar Tage sind ein gemütlich langsames Einfahren ab Thusis gehts so richtig los der erste Pass wartet auf uns der Julierpass mit 2284 meter und 43 km langer Anstieg schlaucht uns gewaltig auf dem Pass endlich angekommen weht eine Kräftige Bise, aber herrliches Winterwetter schnell paar Fotos und so schnell wie möglich ins Engadin rauschen in Silvaplana zitternd vor Kälte radelten wir mit Rückenwind bis zum Camping Morteratsch wo wir uns gemütlich im Aufenthaltsraum aufwärmen liessen und natürlich Zelten was für eine Saukalte Nacht, am nächsten Tag stand der Berninapass auf dem Programm ein Fahrtechnisch leichter Pass dann gings runter ins Puschlav ganze 2000 Höhenmeter vernichtet bis ins Veltlin.

Julierpass
Julierpass
Camping Morteratsch
Camping Morteratsch
Passo Bernina
Passo Bernina


Venedig
Venedig

Italien

Durchs noch karge winterliche Veltlin über den Passo dell`Aprica ins Valcamonica, auf Einladung von Enkel Luca der uns wunderbar kulinarisch verwöhnt und versorgt hat.

im nachgelegenen Nationalpark Val Grande sind wir zusammen mit Valentino, Silvia und Anita Skitouren laufen und Wandern und das bei herrlichem schönem Winterwetter. 

Weiter gings durchs malerische Valcamonica entlang des Lago d`Iseo. kaum haben wir den Lago verlassen ist fertig mit der Ruhe starker Verkehr durch die gross Städte der Lombardei macht uns ziemlich zu Schaffen. von Venedig nach Trieste war "Highway to hell" Tote und angefahrene Tiere Biber und Vögel zu hunderten und niemand interessiert es unglaublich! wir versuchten die gefährliche SS14 zu umfahren aber leider verschluckte sie uns immer wieder. Kaum in Trieste angekommen machten wir Bekanntschaft mit Bora!! Dazu aber mehr In Slowenien und Kroatien.

 

Lago d`iseo
Lago d`iseo
Trieste
Trieste
Verona
Verona


Adriaküste
Adriaküste

Slowenien,Kroatien

Von Trieste durchs Val Rosandra auf einem alten Bahntrasse fahrend  und schiebend im heftigen Schneetreiben und gegen die Bora Kämpfend erreichen wir Slowenien eine weiterfahrt für die nächsten 2 Tage undenkbar.

Die Bora ist ein Trockener, kalter und böiger Fallwind mit Windgeschwindigkeiten stellenweise von bis zu 250km/h.

von Nord, Nordost über die Adriaküste ziehend und uns zwingt immer wieder anzuhalten und abzuwarten bis das gröbste vorüber ist. Dennoch fahren wir mit Regen und Schnee weiter es ist halt immer noch Winter. Der Norden der Küste ist zerklüftet felsig und Karg weiter südlich wird's wieder grüner mit Olivenbäume und das erste mal zeigt das Thermometer über 10° Grad an!

Erkunden die historischen Küstenstädte Senj, Sibernik, und Split mit Ihren schönen engen und verwinkelten Gassen und Natürlich Dubrovnik schon die Überfahrt über die Franjo Tudman Brücke ist Atemberaubend, hinunter zur Altstadt mit ihren hohen Mauern, gönnen wir uns 2 Tage Pause und schauen uns die Stadt genauer an.



Bucht von Kotor
Bucht von Kotor

Montenegro

Hier verlassen wir die Küste und fahren ins Landesinnere zum Durmitor Nationalpark im Norden von Montenegro gelegen, zunächst steht uns ein langer Aufstieg voraus mit 190 Km. und knapp 2500 Höhenmeter sollten wir eigentlich in 3 Tagen schaffen denken ich aber das Wetter Stellte sich uns in den Weg und das heftig, die ersten 2 Tage noch recht angenehm nach Niksic auf einer Hochebene gelegene Stadt Sonnenschein und angenehmen Temperaturen begleiten uns, stocken unser Vorräte auf und weiter nach jasenovo Polje, dort ein gemütlicher Zeltplatz gefunden.

Aber am nächsten Morgen schaue ich aus dem Zelt nach draussen, zäher Nebel umgibt unser Zelt und es fängt zum regnen an naja denke ich es wird nicht so schlimm werden, wir bereiten uns unser Frühstück vor und essen, packen unsere sieben Sachen zusammen, natürlich so das sowenig wie möglich nass wird setzen uns auf unsere Velos und fahren los, kaum auf den Sattel fängt es zum schneien an dazu gesellt sich noch mein lieber Freund der Gegenwind und es wird immer wie Kälter, dazu noch eine bis zu 8% Steigung zerren an unseren Kräften! endlich auf dem Mekidoli Pass angekommen geht der Schnee in Regen über und es kommt jetzt ein 8 km. lange kurvenreiche Abfahrt!

Ich Fluche innerlich und denke was mach ich hier aber es gibt kein Exit! Unten angekommen Pitschnass und schlotternd sehen wir auf der rechten Seite ein Kleines Motel ich glaub es nicht und es ist geöffnet nichts wie hin,

die Besitzer schauen uns ungläubig und verwundert an denken was machen die an diesem Wetter hier.

wir Trocknen unsere Kleider und essen erst mal was, bleiben mehrere Stunden Sitzen und warten aber der Wind Peitscht den Regen und Schnee gegen die Scheiben und wir entscheiden uns für die Nacht hier zubleiben.

Am nächsten Morgen sieht es besser aus zwar noch Nebelverhangen aber wir fahren los bis nach Savnik runter und die letzte lange Auffahrt bis zum Poščenski Kraj Pass kurz vor den Pass kommt ein 2 km. langer Tunnel nach dem Tunnel fängt es wieder zum regnen an, auf dem Pass angekommen wird's es  jetzt wirklich ungemütlich der Wind peitscht den Regen und Schnee waagrecht über die Landschaft wir können uns nur noch mit Handzeichen verständigen und unsere schweren Bikes nur mit viel Mühe halten, schieben unsere Bikes vom Pass runter ich denke nur schnell weg von hier nach 10 km. erreichen wir endlich Zabliak eine kleine Stadt mitten im Nationalpark von Durmitor wieder Pitschnass sitzen wir in einem Restaurant und wärmen uns auf, suchen eine Unterkunft.

Im Winter hier hat es bis zu bis 5 Meter Schnee aber jetzt fängt langsam der Frühling, an die Häuser sind noch eingehüllt im Schnee das Schmelzwasser fliesst durch die ganze Stadt überall kleine reissende Bäche! 

Wir Wandern zum Black Lake dahinter imposant zum Himmel ragend der Bobotov Kuk mit 2522 Meter der höchste Berg Montenegros.

Unser nächstes Highlight Die Tara ist der Hauptquellfluss der Drina und übertrifft sowohl in der Wasserführung als auch mit 140 km Länge den anderen Quellfluss, die Piva. Somit ist die Tara der längste Fluss Montenegros. In ihrem Unterlauf hat sie eine spektakuläre Schlucht ausgebildet, die die längste und tiefste Europas ist,  nur der Grand Canyon in den USA ist grösser!

Wir folgen dem Fluss für die Nächste 2 Tage und sind immer wieder beeindruckt von dessen spektakulären Größe fast bis in die die Hauptstadt Podgorica.

In Podgorica entscheiden wir uns gegen die geplante Route und fahren zur Küste runter durch den Nationalpark Skardorsko und noch ein letzter Pass den Vidikovac Pass nach Petrovac bevor wir Montenegro endgültig verlassen.



Albanien-Mazedonien

Sind für uns reine Transit Länder in Albanien setzt sich das schlechte Wetter, aber wenigstens kein Wind mehr fort, bis nach Tirana ist es Flach und plötzlich taucht vor uns eine Autobahn auf und zögern ein wenig und schauen zu wer so alles die Autobahn benutzt, im Gegenverkehr  taucht ein Eselkarren auf.  Mopeds, Fussgänger jeder benutzt die Autobahn also fahren wir los! ein grosse Seitenstreifen hat es genügend Platz auch, erst jetzt fällt uns auf das in Albanien nur so wimmelt von Autoservis und Autolavazah und jeder zweite fährt Mercedes!!

wir gewöhnen uns schnell daran in einem völlig neuen uns unbekannten Land zu sein mit anderen Regeln und Gebräuchen. Kurz nach Tirana wieder eine neue Autobahn wir zögern noch fragen den Polizisten der winkt uns durch, also perfekt für uns so kommen wir schnell vorwärts, leider nur kurz wieder auf die alten schlechten schmalen und kurvenreichen Strassen mit gewaltigem Verkehr zurück es wird viel gebaut in Albanien zurzeit um dann 20 km weiter wieder auf die neue Autobahn zu wechseln mit einem 2500m langen Tunnel und fahren am "Veloverbotsschild" vorbei und hoffen sie sehen uns nicht aber die Tunnelarbeiter sahen uns schon von weitem und Pfiffen uns zu sich rüber, wir hatten echt keine Lust die 400 Höhenmeter über den Hügel rauf zu fahren und es regnete stark. Also ein bisschen Smalltalk über Fußball Shakiri und so ..... und wir sollen Vorsichtig fahren und drin waren wir im Tunnel, in einem anderen Land undenkbar und der Polizei ist es auch egal !!

Kurz vor der Mazedonischen Grenze ein 10 km langer steiler Anstieg und schon sind wir in einem neuen Land.

In Ohrid angekommen wars schon wieder spürbar kälter machten hier ein Tag Pause und weiter nach Bitola und bis an die Griechische Grenze und endlich auch Frühling warmes Wetter!



Griechenland

Frühling auch in Griechenland grünt und blüht die Natur einfach wunderbar wir fahren durch schöne Farbige Rapsfelder,  aber auch mit viel Gegenwind und über ein Kleines Hochplateau mit vielen Schafherden und Ihren Hirtenhunden. Ja die Hunde wir sehen sie schon von weiten bellende auf uns zu rennen, 5-6 Maremmen-Abruzzen Hunde umzingeln uns grosse  Kräftige Tiere.

wir haben schon viele Erfahrungen auf unseren Reise mit Hunden gehabt aber mit solchen Exemplare noch nie, also runter vom Bike und schön die Ruhe bewahren langsam weiter laufen Defensiv bleiben bis jetzt hat das immer bestens geklappt zum Glück haben die meisten

Herden auch ein Hirte. So schön das Griechenland auch ist, es hat viel Gegenwind und kommen nur mühsam vorwärts, fahren durch eines der wichtigsten Feuchtgebiete Europas der Nestos Nationalpark mit Ihren Lagunen Salzwiesen und Dünen in diesen Gebieten befinden sich Urwälder mit einer unglaublicher Vielfalt an Tieren und Pflanzen. Geniessen die zahlreichen Sonnenuntergänge über der Ägäis einfach wunderschön, fahren ein Teil der Via Egnatia entlang einer alten Römischen Strasse sie war eine direkte Verbindung zwischen Rom und Konstaninopel.